Stelle-Wittenwurth ist ein schönes grünes Dorf. Hier wohnen von jungen Familien mit kleinen Kindern bis Senioren alle Altersgruppen zusammen, insgesamt etwa 480 Einwohner. Das Dorf liegt auf der Grenze zwischen Marsch und Geest. Die zwei Ortsteile werden verbunden durch die Kreisstraße (alte Bundesstraße 5) und die Bahnlinie Hamburg-Westerland.

Um 1200 erscheint das Dorf Stelle im Güterverzeichnis des Kloster Neumünster-Bordesholm (Quelle: Dr. Walter Kühl "Überlieferungen über das Dorf Stelle"). Woher der Name Stelle-Wittenwurth stammt, ist schwer zu deuten. Um das Jahr 1222 wurden die Orte Stelle und Wittenwurth auf die Namen Sybern de Stella und Boge sowie Ove Wittenstad zurückgeführt. 1329 wurde der Ort Stelle als Stella erwähnt (lt. Dorfchronik 1559-1959 aus: Dithmarscher Landeskunde 9. Jahrgang, S. 8). Die Beliebung der Bauernschaft Stelle-Wittenwurth ist eine der ältesten im Land und stammt aus dem Jahre 1562. Die Mitglieder einer Beliebung hatten z. B. den "Genuß der Gemeinweiden", aber auch die Pflicht, die Teiche, Dämme, Wege und Stege "gut zu fertigen". (Quelle: Dorfchronik, "Handbuch der Landschaft Dithmarschen").

Bis in die 1980ger-Jahre war Ort überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Heute gibt es jedoch nur noch drei Bauernhöfe im Dorf. Ein Bürgerwindpark trägt zur Energiegewinnung bei.

Etwa ein Drittel des "Weißen Moores", eines Hochmoores, gehört zur Gemeinde Stelle-Wittenwurth. Es wurde noch bis in die 1960ger-Jahre zur Torfgewinnung als Heizmaterial genutzt. Seit 1979 steht das einzigartige Moor unter Naturschutz.

Im Norden des Gemeindegebietes liegt das Gebiet des ehemaligen Steller Sees. Dieser Bereich ist unter Landschaftsschutz gestellt und gehört zum Naturschutzgebiet der Lundener Niederung. Seit Jahrzehnten wird im Winter dort in Teilgebieten Reet geerntet.

Ebenfalls ein geschütztes Gebiet ist die nach dem Ortsteil Stelle benannte Stellerburg, die nördlichste sächsische Ringwallanlage. Diese liegt jedoch an der Gemeindegrenze auf dem Gebiet der Gemeinde Weddingstedt.

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