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Hemmingstedt

Wappen von Hemmingstedt
Wappen von Hemmingstedt

Bodenfunde weisen darauf hin, dass der Ort Hemmingstedt etwa 700 Jahre alt ist (schriftliche Dokumente liegen darüber nicht vor). Chronisten haben den Ortsnamen erstmals im Zusammenhang mit der „Schlacht um Hemmingstedt“ am 17. Februar 1500 erwähnt, in der Dithmarscher Bauern eine Armee des dänischen Königs vernichtend schlugen. Das Denkmal Dusenddüwelswarf in der Nachbargemeinde Epenwöhrden erinnert heute an diese Fehde.

 

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ernährten Landwirtschaft und Handwerk die Einwohner. Der Fund von Erdöl im Jahre 1856 war der Beginn der industriellen Ausrichtung. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges stieg die Einwohnerzahl durch die Ansiedlung von Heimatvertriebenen auf über 1500. Zum Vergleich: 1939 lebten hier etwa 500 Menschen. Ein weiterer Zuwachs an Einwohnern erklärt sich durch den Anschluss Braakens an Hemmingstedt im Jahre 1969 und die Ausweisung von Baugebieten seit den 70er Jahren. Zurzeit wohnen in Hemmingstedt 2.978 Einwohner.

 

Hemmingstedt mit einer Größe von 1.603 ha liegt im Zentrum des Kreises Dithmarschen zwischen den Städten Heide und Meldorf. Die Nordsee ist mit dem Auto in gut 10 Minuten zu erreichen. Verkehrsgünstig erweist sich auch die Anbindung Richtung Hamburg mit der Autobahnzufahrt Heide-Süd/Hemmingstedt über die A 23. Der 3.000 Einwohner zählende Ort ist ländlich geprägt. In Hemmingstedt sind kleinere und mittlere Betriebe des Handels und des Handwerks angesiedelt, die eine ortsnahe Versorgung der Bevölkerung durch einheimische Firmen ermöglichen. Mehrere Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie Grundschule, Gemeindeschwesternstation, Klärwerk und Feuerwehr werden gemeinsam mit der ebenfalls zum Amtsbereich gehörenden Gemeinde Lieth betrieben.

Hervorragend ist die Ausstattung Hemmingstedts mit öffentlichen Einrichtungen wie Großturnhalle mit Kegelbahnen, mehreren Außensportanlagen, Jugendzentrum und Grundschule mit Betreuung. Weiterführende Schulen befinden sich in Heide und Meldorf und sind mit Linienbussen zu erreichen. Das weit über Hemmingstedts Grenzen bekannte beheizte Freibad ist das Wärmste in Schleswig-Holstein.

 

 

Mitten im alten Ortskern steht ein schmucker Feldsteinbau, die Marienkirche. Ursprünglich befand sich an gleicher Stelle seit 1323 eine Kapelle. Die weithin sichtbare Windmühle ist noch voll funktionsfähig und wurde vor einigen Jahren mit öffentlichen Mitteln restauriert.

 

Der wichtigste Wirtschaftsfaktor Hemmingstedts ist die Erdölraffinerie der Shell Deutschland Oil GmbH mit ca. 500 Beschäftigten, von denen sehr viele ihren Wohnsitz in Hemmingstedt haben. Die Gemeinde wird in absehbarer Zeit weiteres Bauland für die Wohnbebauung erschließen. Zwischen Hemmingstedt und Heide entsteht auf ca. 60 ha der Gewerbepark Westküste mit Anbindung an die A 23.

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