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Kooperationsvereinbarung zum Stadt-Umland-Konzept der Region Heide-Umland unterzeichnet

Kirchturmdenken und Standortpolitik nur auf eine Gemeinde bezogen sind passé und werden der Vergangenheit angehören. Das haben sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Stadt Heide und der 11 Umlandgemeinden des Amtes KLG Heider Umland am 18.12.2012 in Lohe-Rickelshof bei der Unterzeichnung Kooperationsvereinbarung zum Stadt-Umland-Konzept für die Region Heide-Umland auf ihre Fahnen geschrieben.

Die Gebietsentwicklungsplanung aus dem Jahr 2000 wurde zu einem Stadt-Umland-Konzept (SUK) der 12 Kommunen weiter entwickelt. Das SUK soll in einer mittelfristigen Vorausschau bis in das Jahr 2025 als konzeptionelle Grundlage der interkommunalen Kooperation der Stadt Heide und der elf Umlandkommunen dienen. Es ist ein fortschreibungsfähiges und fortschreibungsbedürftiges Konzept mit Bindungswirkung für Politik und Verwaltungen der beteiligten Kommunen.

Unter Federführung der Forschungs- und Informations-Gesellschaft für Fach- und Rechtsfragen der Raum- und Umweltplanung -FIRU mbH-  und Mitwirkung von 3 weiteren Fachbüros ist nach über 2 jähriger Vorbereitungs- und Planungszeit ein regionales Entwicklungskonzept erarbeitet worden, das ein breitgefächertes Spektrum kommunaler Themen gemeindeübergreifend abfasst.

Im Bewusstsein, dass die Region nur als Ganzes durch das Zusammenwirken der einzelnen Kommunen an Attraktivität gewinnen kann, wollen die 12 Kommunen die interkommunale Kooperation verstärken.

Das Stadt-Umland-Konzept der 12 Kommunen dient als Grundlage für die Formulierung von Zielen und Grundsätzen der Regionalplanung. Zugleich ist das SUK ein wesentliches Element der Entwicklungsplanung des Kreises Dithmarschen im Gesamtverbund der Metropolregion Hamburg. Ausschlaggebend für die Entwicklung der Stadt-Umland-Region in den nächsten Jahren wird sein, das Grundgerüst der wirtschaftlichen Aktivitäten zu stabilisieren und zugleich gezielt neue zukunftsträchtige Branchen und Erwerbsquellen zu etablieren. Als Zukunftsbranche spielt dabei das Thema ‚Energie‘ für die Region eine zentrale Rolle. Um neue Ansiedlungen zu forcieren, verständigt sich die Stadt-Umland-Region auf den Ausbau sowie die Entwicklung von drei regional bedeutsamen Gewerbestandorten mit jeweiligen Branchenspezialisierungen. 

Weiterhin müssen die geänderten Ansprüche an das Wohnen – einerseits in quantitativer  Hinsicht, aber noch viel mehr auch in qualitativer Hinsicht in der Wohnungsbau- und Siedlungsentwicklung zu einer neuen   Prioritätensetzung hin zur Innenentwicklung und zur Bestandssanierung führen. Die Kommunen wollen hier auf der Basis eines vereinbarten Rahmens verlässlich zusammen arbeiten und schädliche wechselseitige Konkurrenzen vermeiden.

Für die Entwicklung des Einzelhandels hat Heide mit seinem zentralen Versorgungsbereich der Innenstadt eine herausragende Funktion für die Versorgung der Region. Zugleich müssen die wohnortnahen dezentralen Versorger stabilisiert sowie neue Möglichkeiten der wohnortnahen Versorgung unterstützt werden. 

Im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge gilt es, das Kirchturmdenken hintenan zu stellen und zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Diese Herausforderung stellt sich auch im Bereich des Verkehrs. Konkrete Lösungsvorschläge sollen in einem integrierten, regionalen Gesamtverkehrskonzept gefunden werden. 

Schließlich soll im Bereich von Landschaft und Erholung ein zwischen den Kommunen noch stärker abgestimmtes Vorgehen praktiziert werden. Die Energielandschaft mit ihren Chancen und Risiken ist zu einem gerechten Ausgleich mit den Belangen von Landwirtschaft, Naturschutz und Erholung zu führen.

Die Realisierung der vereinbarten Ziele ist kein Selbstläufer. Die Erfahrungen der vergangenen Gebietsentwicklungsplanung zeigen, dass die Verständigung auf gemeinsame Ziele nur der erste Schritt einer regionalen Zusammenarbeit sein kann. Ohne die Einrichtung entsprechender Arbeitsstrukturen, die originär für die Umsetzung der vereinbarten Ziele verantwortlich sind, werden viele gute Ansätze im Sande verlaufen. Vor diesem Hintergrund bilden die 12 Kommunen unmittelbar nach Unterzeichnung des Stadt-Umland-Konzepts eine Entwicklungsagentur Stadt-Umland-Region Heide mit der Verantwortung für das zentrale Thema ‚Wirtschaft‘ und zugleich in der Funktion als SUK-Geschäftsstelle auch für die anderen Themen und Projekte des Stadt-Umland-Konzepts. 

Durch die Einrichtung dieser festen Arbeitsstrukturen, durch die Verstetigung des Wirkens der Zentralen Lenkungsgruppe und durch das Einrichten eines Controlling- und Monitoringsystems soll die Verbindlichkeit der inter-kommunalen Kooperation deutlich erhöht werden. 

Alle Akteure der SUK sehen sich in der Verantwortung, den Geist der interkommunalen Kooperation in die regionale Öffentlichkeit zu tragen und so möglichst viele Mitstreiter in der Bevölkerung anzusprechen. Die vereinbarten Zentralen Projekte im Rahmen des SUK sind auf die Mitwirkung möglichst vieler Akteure der Region angelegt.

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